Zahnamalgam
wird aus Silber-Zinn-Legierungen mit Zusätzen
anderer Metalle durch Verreiben mit Quecksilber (ca. 50%) beim Zahnarzt
hergestellt. Heute wird nicht mehr verrieben, sondern maschinell gerüttelt.
Zitat dtv-Lexikon:
Amalgam: wegen Härte, Bruchfestigkeit, leichter Anwendbarkeit war
Amalgam das meistverwendete Mittel für Zahnfüllungen (Plomben)
trotz der Giftigkeit aller seiner metallischen Bestandteile.
Die relative Haltbarkeit
von Amalgamfüllungen wird mit ca. 5 bis 10 Jahren angegeben. Amalgamfüllungen
verschleißen durch Korrosion, Abrieb und den so genannten Creep-Effekt.
Durch Druckbelastung schiebt sich das Material langsam an den Rändern
des Zahnes nach oben. Hierbei werden die Ränder der Füllung
undicht und lösen sich von den Zahnwänden. Ist einmal ein
Spalt entstanden, unterstützt die Spaltkorrosion den Zerfallsprozess.
Derartiger Verschleiß der Füllung wird meist erst bemerkt,
wenn die umgebende Zahnsubstanz unterhöhlt ist. Dann bricht unter
Belastung der Zahnschmelz weg, und die Füllung fällt mangels
Halt heraus. Dem niedrigen Preis für eine Amalgamfüllung steht
somit der ständige Verlust von Zahnhartsubstanz gegenüber.
Späterer Zahnverlust ist häufig die Folge.
Nebenwirkungen von Amalgam
Da Amalgam in vielen verschiedenen Legierungen Anwendung findet, gibt
es auch eine Vielzahl von Nebenwirkungen. Immer jedoch besteht Amalgam
aus 50 % Quecksilber. Angeblich ist Quecksilber in metallischer Form
unschädlich. Im Mund jedoch wird Quecksilber auf Grund des Kondensationsdruckes,
elektrochemischer Vorgänge und des niedrigen Verdampfungspunktes
auch als Gas frei. Die toxische Menge von Quecksilber wird schon bei
0,1mg pro m³ erreicht. Quecksilber in Dampfform ist ein Zell-
und Protoplasmagift.
Die Symptome einer akuten Quecksilbervergiftung
sind:
Metallgeschmack, vermehrte Speichelsekretion, Magenschmerzen, Geschwüre
in der Mundhöhle, Entzündung der Darmschleimhaut mit blutigen
schwarzen Durchfällen, gesteigerte Harnabsonderung, Nierenschädigung
etc.
Die Symptome der chronischen Quecksilbervergiftung sind:
Schädigung von Leber, Niere und Zentralnervensystem. Außerdem
viele unspezifische Allgemeinsymptome wie verminderte Abwehrschwäche,
Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Erschöpfungszustände.
Lokale Symptome in der Mundhöhle sind dunkle Schleimhautverfärbungen,
Parodontose mit Bildung von Knochentaschen und Rötung der Hals-
und Rachenschleimhaut.
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