Zähne in Balance - Körper in Balance
Zähne in Balance - Körper in Balance

Jürgen Neuenhausen, Zahnarzt, Gründer und Leiter des MediZentrums

Meine Vita in Stichworten

 

Studium der Zahnmedizin in Bonn und Aachen

1988 - 1991 - Assistenz-Zeit und Vertretung in ganzheitlich oder gnatologisch orientierten Praxen 

1993            - Organisation interdisziplinärer Arbeitskreise zur Förderung der ganzheitlichen Zahnheilkunde

1995            - Gründung eines Fortbildungs- und Informationszentrums für ganzheitliche Zahnheilkunde

ab 2009       - Beschäftigung mit genetischen Analysen

seit 1999     - Zahnarzt für ganzheitliche Zahnheilkunde im Medizentrum

 

Meine eigene Leidensgeschichte - Teil 1 "Lebensgeschichte eines ganzheitlichesn Zahnarztes"

 

Angefangen hatte alles mit 16 Jahren. Ich hatte den scheußlichen Geschmack einer frisch gelegten Amalgamfüllung absolut satt und da mein Zahnarzt zufällig der Vater meiner damaligen Freundin war, bekam ich auf ausdrücklichen Wunsch eine weiße Füllung. Der Zerfall meiner Zähne ging weiter, trotz besserem Zähneputzen und allem guten Willen.

 

Nächste Szene: 

Fünf Jahre später, endlich bekam ich meinen lang ersehnten Studienplatz in Zahnheilkunde. Probanden für den Studentenkurs waren knapp, und was lag näher, als sich selbst zur Verfügung zu stellen, mit dem Ziel, endlich alle Amalgamfüllungen gegen Gold tauschen zu lassen. Außerdem waren da noch zwei Lücken zu schließen, da mittlerweile zwei Zähne das Zeitliche gesegnet hatten. Zunächst fing alles ganz harmlos an. Die ersten Zähne wurden präpariert, damals wurden die stark zerstörten Zähne zunächst mit Amalgam aufgebaut, die Amalgamaufbauten beschliffen und dann eine Krone darüber gesetzt. Manche Zähne bekamen zum besseren Halt auch noch Stiftaufbauten, und zwei Zähne erhielten Wurzelfüllungen. So wurden meine Zähne stückweise saniert und meine Gesundheit allmählich ruiniert.

Erst später erfuhr ich, dass nicht alles, was glänzt, aus Gold ist und meine Zähne keineswegs mit hochwertigen Goldkronen, sondern teilweise mit dem billigen Palladium versorgt wurden.

Mit 26 Jahren, ich war damals Leistungssportler, begann mein Körper plötzlich zu rebellieren. Ich litt unter extremen Konzentrationsstörungen, ständige Kopfschmerzen plagten mich, die Knie schmerzten so stark, dass ich meine sportlichen Aktivitäten einstellen musste, und ich hatte immer eine Art Drehschwindel, welcher sich so entwickelte, dass ich mich kaum noch traute, alleine eine Straße zu überqueren. Ständig plagte mich das Gefühl, ich würde gleich umkippen, meine Arme waren manchmal taub und die Beine wollten öfter nicht mehr.

 

Was war los mit mir ?

Eine Untersuchung in der Poliklinik ergab trotz umfangreichen Untersuchungen nichts. Selbst meine Lunge wurde geröntgt, war aber vollkommen in Ordnung. So redete man und ich mir auch selbst ein, dass alles nur psychisch bedingt war. Ich lernte mit der Krankheit, welche wohl keine war, zu leben und stellte mich darauf ein.

Ein paar Jahre später, mein Studium hatte ich nach einem Kreislaufzusammenbruch während der Prüfung im zweiten Anlauf endlich abgeschlossen, erklärte mir ein Arzt, dass meine Herzrhythmusstörungen einer Dauermedikation bedürfen.

Ich trat meine erste Assistentenstelle an, in einer Innenstadtpraxis mit mindestens 20 dicken Backen pro Tag. Amalgam wurde hier kiloweise verarbeitet, Wurzelfüllungen bestimmten den halben Tagesablauf, und das Hobby des Chefs waren so genannte Funktionsanalysen, welche stets damit endeten, dass vorhandene Kronen eingeschliffen wurden, bis sie durchgeschliffen waren und dann neu gefertigt werden mussten. Hier wurde ich selbst bei einer solchen Analyse bösartig abgezockt, und mein Aufbiss und auch mein Vertrauen in die lieben Kollegen wurden endgültig und nachhaltig zerstört. Jetzt fingen auch noch die Rückenschmerzen an, welche sich regelmäßig meldeten.

Nach acht Wochen reichte mir diese Erfahrung, und ich sah mich nach Alternativen um. Durch den freundlichen Tipp meiner Vorgängerin in der ersten Praxis erfuhr ich von einer alternativen Praxis, in welcher man sich um die korrekte Bisslage bemühte und sehr sorgfältig arbeitete. Ich fuhr hin, stellte mich vor und der Chef mich ein, gegen ein Helferinnengehalt, aber dafür durfte ich 50 Stunden die Woche arbeiten, zuschauen und lernen. Dies war die wertvollste Zeit in meinem zahnärztlichen Werdegang und ich danke meinem damaligen Chef an dieser Stelle nochmals ganz herzlich dafür.
Hier lernte ich das Handwerk der Gnathologie sowie sauberes Arbeiten im prothetischen Bereich und der kleinen Chirurgie.

Wir versuchten damals, die Patienten so zu sanieren, dass das Kausystem die bestmögliche Funktion bei langer Haltbarkeit erhielt. Da in der Regel die alten Amalgamfüllungen entfernt wurden und gute Goldlegierungen Verwendung fanden, bemerkte ich sehr schnell, dass unsere Patienten nicht nur besser kauen konnten nach einer Sanierung, sondern auch die eine oder andere Erkrankung verschwand. Vor jeder Behandlung fand eine ausführliche Anamnese statt, dies ermöglichte eine gute Beurteilung von Ursache und Wirkung, gerade da wir damals mangels Aufklärung noch nicht die Auffassung vertraten, Amalgam sei ein schädliches Material.

 

Eines wurde mir jedenfalls klar, meine eigene Praxis sollte amalgamfrei werden
 

Nach einer weiteren Zeit als Vertreter für einen Kollegen war es dann soweit: Meine erste eigene Praxis in einem kleinen Vorort von Bonn. Eifrig versuchte ich mich in der Umsetzung des Gelernten, immer bemüht, neue Anregungen in mein Konzept einzuarbeiten. Alternative Ärzte, deren Kontakt ich suchte, empfahlen mir die Verwendung eines Kofferdamms zur Schonung der Patienten bei der Amalgamentfernung, man erläuterte mir die Gefahren von Kupfer und Palladium, und man erklärte mir die Bedeutung der Materialtestungen vor der Sanierung und die Möglichkeiten der Ausleitung. Kinesiologie, Bioresonanz und Elektroakupunktur nahmen Einzug in unser Behandlungsspektrum.

Dann entdeckte ich, dass es Patienten gab, die auf eine Ausleitung positiv reagierten und andere, denen es wesentlich schlechter ging nach einer Ausleitung. Ebenfalls gab es Patienten, welche nach einer Zahnsanierung weniger Kopfschmerzen hatten, manche hatten weniger Rückenschmerzen oder Nackenverspannungen.

Ich lernte dann einen experimentierfreudigen Physiotherapeuten kennen, welcher mir die muskulären Zusammenhänge zwischen Schädel und Wirbelsäule erläuterte. Fortan begann ich, meine Bissrelationsbestimmungen am Nachmittag mit meinen Patienten in der Praxis des Physiotherapeuten durchzuführen. Und siehe da, die meisten meiner sanierten Patienten hatten wesentlich weniger Verspannungen als bislang.

So wissensgestärkt ging ich jetzt an die Sanierung meiner eigenen Zähne. Leider gelang es mir nicht, die erlernte Registrattechnik wirklich perfekt an meinen Assistenten weiter zu geben, sodass ich mit meinem Biss weiterhin unzufrieden war. Nachdem aber die letzten Amalgamfüllungen entfernt waren und die Palladiumkronen mein Esszimmer verließen, ging es meinem Kreislauf erheblich besser, meine Kopfschmerzen ließen nach, die Konzentration verbesserte sich, und die Schwindelgefühle verschwanden im Laufe von einem Jahr gänzlich. Nur die Herzprobleme blieben, und mein Nacken war weiterhin ständig verspannt.
 

Schnitt: 

Die alte Praxis wurde verkauft und an meinem Wohnort in einer stillen Ecke des Ortes gründete ich eine neue Praxis mit Platz für einen Physiotherapeuten und einem Fortbildungszentrum für ganzheitliche Zahnheilkunde.

Nun hatten wir einen exzellenten Physiotherapeuten und Heilpraktiker direkt vor Ort und konnten uns gegenseitig weiterentwickeln und an unseren Patienten lernen. Mein Dank an Dich lieber Martin, es war eine tolle Zusammenarbeit.

Wir erkannten, dass die theoretische Aufzeichnung der Gelenkbahn nicht unbedingt mit der Praxis übereinstimmt, dass nicht jedes Gold verträglich ist, nur weil Bio davor steht und dass tote Zähne in vielen Fällen therapieresistente Erkrankungen auslösen können.

Ich lernte, dass Freundschaft beim Geld oft aufhört, dass Kollegen sich zwar fortbilden, aber wenig umsetzen und schnell vergessen und dass man als Pionier Lehrgeld zahlen muss.

Die Praxis wurde zu klein, und andere Fachrichtungen waren für die ganzheitliche und interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig geworden. So baute ich mit meiner Frau das Medizentrum, welches neben der ersten Klinik für ganzheitliche Zahnheilkunde auch Ärzte, Physiotherapeuten, Logopäden und Heilpraktiker beherbergte.

Nach einem Jahr Vorbereitungszeit und 14-tägigen Seminaren hatten sich alle Mietinteressenten fit genug gefühlt, um ins Medizentrum zu ziehen. Als es dann darum ging, die Mietverträge zu unterzeichnen, haben bis auf meinen Freund Martin und den Zahntechniker alle gekniffen. Also fingen wir wieder von vorne an. Eine viel versprechende Ärztin wanderte plötzlich ab ins Tantra-Lager, die Homöopathin fühlte sich von den Ärzten nicht genug akzeptiert, und der Samadhi-Tank wurde uns vom Gesundheitsamt madig gemacht. Wir brauchten zwei Jahre, um ein funktionierendes Team auf die Beine zu stellen.

Ärzte, die früher Patienten empfohlen hatten, empfanden uns nun als Konkurrenz, und die Kollegen nahmen jede Gelegenheit wahr, uns bei Ärztekammern und Abmahnvereinen zu denunzieren. Sogar Scientologen sollten wir angeblich sein. Waren wir wirklich so gefährlich?

Mittlerweile perfektionierten wir die Axiographie, stiegen auf ein elektronisches System um, schafften eine digitale Röntgenanlage an, klärten unsere Patienten mittels digitaler Kamera auf und bemerkten, dass der Kofferdamm alleine nicht ausreicht, um Patienten bei der Amalgamentfernung zu schützen.

Meine eigene Abneigung gegen Amalgam ließ mich denn auch nach Möglichkeiten suchen, die Einatmung der entstehenden Dämpfe und Aerosole beim Ausbohren zu vermeiden. Über die Sauerstoffmaske entwickelte ich ein perfektes Schutzsystem für mich, meine Assistenz und den Patienten.

Der professionelle Vertrieb dieses Schutzsystems rentiert sich bis heute nicht, da von 1.000 angeschriebenen ganzheitlich arbeitenden Kollegen gerade mal sechs in Deutschland es für nötig hielten, sich solch ein System zuzulegen. Die restlichen 15 verkaufte ich in die Schweiz, wo sie insbesondere in der Paracelsusklinik dankbar eingesetzt werden.

Mein Zahntechniker stellte inzwischen fest, dass die elektronische Axiographie einem einfachen Registratverfahren im traditionellen Handverfahren unterlegen ist, ich stellte fest, dass die Axiographie einen großen Schwachpunkt hat, weil sie zwar die knöcherne Gelenkbahn aufzeichnet, aber die Muskeldynamiken nicht berücksichtigt und auch nicht in der Lage ist, übergreifend Zusammenhänge zwischen Gelenkschädigung, Muskelverspannung und Schiefständen der HWS darzustellen und zu interpretieren. Auch vom Gedanken der Aufbissschiene löste ich mich, da Zähne und Bissstellung im Kaubetrieb getestet werden müssen und nicht in der Nacht oder in Ruhelage.

Wir entwickelten ein eigenes System zur Rekonstruktion der Bisslage mit Hilfe von Provisorien, welche nach physiotherapeutischer Vorbehandlung und Modellanalyse in einem speziellen Verfahren angefertigt wurden, um dann selektiv eingeschliffen zu werden.

Ich lernte außerdem, welchen negativen Einfluss starre Brücken im Unterkiefer oder im Oberkiefer im Bereich der Mittellinie haben, dass Keramik auch Metallbestandteile enthält und auch Mundströme verursacht und dass die Auswirkungen von toten Zähnen auch vor Zahnärzten nicht halt machen.

Endlich ließ ich mir den letzten toten Zahn bei mir in regio 16,17 ziehen, nachdem mein Freund Martin mir mehrfach negative Störfelder bestätigt hatte.

Ich konnte nicht glauben, was passierte:
Ein bekannter Implantologe in Mannheim extrahierte den Zahn, führte einen Sinuslift durch und setzte ein Sofortimplantat. Meine langjährigen Herzprobleme waren noch in derselben Stunde verschwunden und sind bis heute nicht wiedergekehrt!!! Nochmals Danke an meinen Freund Martin.

Mittlerweile ist unser Medizentrum Anlaufpunkt für viele verzweifelte Patienten mit den unterschiedlichsten Beschwerdebildern geworden, und ich entferne mich immer mehr davon, die ganzheitliche Diagnostik und Therapie in Schemata zu pressen.
 

Ursache und Wirkungsprinzip sind in groben Zügen zu erkennen, aber die Wechselwirkungen in biologischen Systemen sind so vielfältig, dass es für einen Menschen nicht möglich ist, alle Zusammenhänge zu durchschauen und darzustellen.


Für mich ist wichtig, dass ich von der Berufung her Zahnarzt bin, und die Zahnheilkunde ist und bleibt zu 99 Prozent solide Handwerkskunst. Daher bin ich im Laufe der Jahre auch dazu übergegangen, mich hauptsächlich um die zahnärztliche Diagnostik und Therapie zu kümmern und alle anderen Untersuchungen und Therapien mit Spezialisten zu koordinieren. Neben meiner zahnärztlichen Tätigkeit gibt es also für mich die Aufgabe eines Gesundheitsmanagers, die ich zwangsläufig solange besetze, bis ich sie sinnvoll delegieren kann.

Dies fiel mir bei meinen Patienten besonders häufig auf, dass Therapeuten sich in Sackgassen verrannten, weil sie auf ihrer Methodik beharrten. Besonders hartnäckige Vertreter dieser Denk- und Handlungsweise sind unsere Staats- und kassenkonformen Kollegen.

 

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